|
08.04.05 - Demonstration und abschliessende Kundgebung gegen Neubau des ZEMM in Grombühl Einer der absoluten Höhepunkte im Jahr 2005 ist das Frühjahrsfest der Menschen für Tierrechte Nürnberg, Arbeitsgruppe Würzburg. Anlässlich des "Tag des Versuchstieres" am 24. April wird am Vortag eine Demo mit mehreren hundert Teilnehmern mit anschließender Kundgebung und musikalischer Unterhaltung durchgeführt. Es ist ein großer Tag für die Tierrechtsgruppe.
Die Vorbereitungen für das Ereignis haben lange ihre Schatten voraus geworfen. Bis es soweit ist, gibt es viel Arbeit: Demo, Essen, Pavillons und Musik organisieren, Teilnehmer einladen, "Tierleichenberg" herstellen und..und..und... Wir sind wirklich stolz auf das Ergebnis! Ein Aktionstag mit Tierrechte-Fest, wie ihn Würzburg noch nicht gesehen hat. Als sich der Demozug mit über 300 Teilnehmern (kräftig "bewaffnet" mit allerlei Transparenten, Bannern und Tafeln) bei Sonnenschein vom Bahnhof auf den Weg durch die Innenstadt macht, werden die Passanten ein weiteres Mal auf die unglaublichen Grausamkeiten in der "Tierversuchsstadt Würzburg" aufmerksam. Von Sprechchören und Megaphondurchsagen begleitet, bewegt sich der Demozug durch die Innenstadt.
Es werden 2000 Flugblätter an die Bürger verteilt, die Namen der Vivisektoren werden laut vorgelesen, es wird auf Gefahren durch Tierversuche hingewiesen und dadurch deren Sinnlosigkeit aufgezeigt. Die Forderung nach tierversuchfreier Forschung wird kundgetan: "Wir lehnen Tierversuche aus ethischen, moralischen und medizinischen Gründen ab", tönt immer wieder aus den Boxen. Die Passanten erfahren von dem 31 Millionen teuren Bau des ZEMM (durch Steuergelder finanziert!), dass jährlich 48 000 Tiere in Würzburg durch Tierversuche sterben und dass trotz Aufnahme des Tierschutzes ins Grundgesetz die Tierversuchszahlen steigen.
Am Kundgebungsplatz angekommen, werden mehrere Redebeiträge gehalten: Susanne Pfeuffer (Pressesprecherin "Menschen für Tierrechte Nürnberg, Arbeitsgruppe Würzburg"), Margit Brücklmeier (Vorsitzende von animal 2ooo, Menschen für Tierrechte Bayern e.V.), Heike Pauline Grauf (Projektkünstlerin, Buchautorin, Germanistin und Philosophin) erläutern Fakten, die die Unhaltbarkeit von Tierversuchen verdeutlichen. Die Demoteilnehmer und Passanten können sich an den Infoständen der Arbeitsgruppe Würzburg sowie der "Ärzte gegen Tierversuche" informieren, einen veganen Burger (siehe Rezept) oder ein Stück Kuchen genießen und dabei der musikalischen Darbietung von "Die Singvögel" und "boriz and Vibration Home" (ein Würzburger Musiker und Tierrechtler) lauschen, deren Klänge eine attraktive Abwechslung sind und gut zu dem sommerlichen Wetter passen.
Als ganz besonderer Eyecatcher ist jedoch der selbst gebastelte "Tierleichenberg" zu betrachten, der aus weißen Bettlaken, mit blutroter Farbe bespritzt, besteht. Er ist mehrere Meter breit und gut drei Meter hoch - und stellt doch nur ein Viertel des tatsächlichen Leichenberges der Versuchstiere in Würzburg dar. |