Menschen für Tierrechte Würzburg e.V.
   

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22.12.07 - Lichtermahnwache für die Tiere

Etwas ganz Besonderes haben wir uns für die Weihnachtszeit überlegt. Das ist die Jahreszeit, in der unfassbar viele Gänsen und Enten den Tod finden und auf dem Teller und in den Mägen landen und da die Weihnachtszeit eine besinnliche Zeit sein soll, wobei die meisten Menschen leider die Tiere ausschließen, sahen wir es als eine gute Gelegenheit an, in diesem Rahmen mit einer Lichtermahnwache auf dass millionenfache Leid der so genannten "Nutztiere", vor allem in der Massentierhaltung, aufmerksam zu machen. Wir wollten auf diese besinnliche Weise für den Vegetarismus/Veganismus eintreten und all den empfindsamen Lebewesen gedenken, die tagtäglich weltweit für den Profit und die vermeintliche Gaumenfreude gequält, ausgebeutet und ermordet werden. Jede Kerze steht symbolisch für all die misshandelten "Schlachttiere", die gerade zu Weihnachten, dem Fest der Liebe, vermehrt in den Magen von Menschen wandern.

Laut der britischen Tageszeitung "The Guardian" ist die vegane Lebensweise die beste Chance, das Überleben auf der Erde zu sichern...vegan leben bedeutet Respekt vor dem Leben, für die Tiere, die Umwelt und gegen das Hungerproblem in den Entwicklungsländern.

Wir waren mit Flyern ausgerüstet, hatten unzählige Kerzen angezündet und 2 große Banner aufgestellt ("Erst kommt das Fressen, dann die Moral") sowie mehrere Transparente zum Halten für die TeilnehmerInnen der Mahnwache. Durch die Fackeln wurde der Symbolcharakter noch mehr betont und es entstand eine gelungene Atmosphäre. 2 Stunden harrten wir am Samstag, 22.12.2007, am späten Nachmittag bei Minusgraden in der Fußgängerzone aus, wir verlasen fleißig Durchsagen, die über die Haltung von so genannten "Nutztieren" und die Auswirkungen des Fleischkonsums informierten. Passanten blieben stehen und hörten zu. Etwa 20 Tierfreunde traten mit uns für eine tierleidfreie, umwelt- und menschenfreundliche Ernährungsart ein!

Im ersten Halbjahr 2007 wurden mehr als 3,5 Millionen Tonnen Fleisch gewerblich erzeugt. (Hierbei sind keine Hausschlachtungen berücksichtigt) Dies entspricht einem Anstieg von 5,6% gegenüber dem ersten Halbjahr 2006.

In Zahlen bedeutet das:

  • 541.900 Tonnen Geflügelfleisch (dies wird nicht mal mehr in Tieren angegeben)
  • 25.856.900 Schweine
  • 1.619.100 Rinder
  • 509.800 Schafe
  • 153.100 Kälber
  • 10.500 Ziegen
  • 4.600 Pferde
  • 28.154.000 insgesamt
  • Diese Zahl ist so unvorstellbar groß, das Leid von jedem einzelnen Tier, das in dieser Industrie nur als "Nahrungsmittel" betrachtet wird und für den Profit bis aufs Letzte ausgebeutet wird, ist so unbeschreiblich gewaltig, dass es das Vorstellungsvermögen übersteigt. All die Millionen...jedes Tier davon ein fühlendes Individuum, von denen viele nie die Sonne sahen, nie Gras unter den Füßen spürten, nie Regen auf der Haut fühlten...weil eine skrupel- und gewissenlose Industrie sie züchtet, um sie als Produkt zu verarbeiten. Tiere sind Lebewesen, keine Lebensmittel und Fisch ist keine Alternative zu Fleisch, da auch Fische Schmerz empfinden und jedes Wesen ein Recht auf Leben hat.